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Betreubares Wohnen Florastraße | Wettbewerb | 2017 | 2540 Bad Vöslau.

 

Das Wohnhaus für Senioren in der Florastraße 6 positioniert sich als freistehender L-förmiger Baukörper im nordöstlichen Bereich des Grundstückes. Die Position und Ausformulierung wurde gewählt, um einen Respektsabstand zur bestehenden Villa zu schaffen und die Prägnanz und das Bild der Biedermeier-Villa im Stadtraum wiederzubeleben. Das Abrücken von der Villa und Einfassen des Grundstückes in nordöstlicher Richtung lässt im Zentrum eine große zusammenhängende Freifläche entstehen, die als Verbindung zwischen privatem und öffentlichem Freiraum fungiert.

Durch die risalit-artige Höhenentwicklung des Neubaus an der Ecke Florastraße-Malfattiweg, wird die Ecke des Grundstückes als Landmark akzentuiert. Von der Florastraße aus wird der Neubau als Gegenpol zur Louisenvilla wahrgenommen. Es entsteht ein Gleichgewicht der Baukörper auf dem Grundstück. Der L-förmige Baukörper wird im Eingangsbereich durch eine gebäudehohe Glasfuge, welche das Stiegenhaus bildet, gestalterisch in zwei Teile getrennt. So wird der neue Baukörper in seinem Volumen entschärft und mehrteilig wahrgenommen.

Der Haupteingang zum Wohnhaus befindet sich am Malfattiweg. Dieser ist barrierefrei und überdacht zugänglich. Die Garagenzufahrt erfolgt über die Grundstücksecke am Malfattiweg.
Der Baukörper ist als Splitlevel-Bau konzipiert. Der quadratische Hauptbaukörper an der Kreuzung Florastraße / Malfattiweg liegt dabei in allen Geschoßen um 1,46m höher, als der Riegel im Südosten. Damit kann das abfallende Gelände aufgenommen werden. Das Stiegenhaus erschließt die Wohnungen jeweils auf halber Geschoßhöhe über die Podeste.

Der Baukörper wird durch ein zentrales Stiegenhaus mit Lift erschlossen.
Der quadratische Eckbaukörper zur Florastraße wird als Dreispänner ausformuliert, der südöstliche Riegel wird über einen kurzen Laubengang erschlossen.

Gesamt befinden sich im Neubau 23 Wohneinheiten, in der Louisenvilla ist zusätzlich eine großzügige Wohnung als Senioren-WG geplant. Im unteren Geschoß der Louisenvilla, das über den zentralen Park barrierefrei erschlossen wird, ist ein „Louisenspa“ mit Sauna, Ruheraum, Bademöglichkeiten und Massageraum geplant. Die Louisenvilla wird damit in ihrer Gesamtheit neu genutzt.

Durch die Lage des neuen Baukörpers, orientiert sich ein Großteil der Wohnungen nach Süden mit Ausblick in die Parkanlage des Thermalbades und Fernblick über Bad Vöslau in den oberen Geschossen. Im Erdgeschoß entstehen in diesem Bereich, durch den Abstand zur Grundgrenze, kleine, private Eigengärten mit Hochbeeten.

Die Wohneinheiten im Neubau bestehen großteils aus 2-3 Zimmerwohnungen mit einer Wohnnutzfläche von rund 40-85m². Eine Wohneinheit im DG ist, wie die WG in der Louisenvilla, als Senioren-WG mit 4 Zimmern ausformuliert. Jede Wohnung verfügt über einen privaten Freibereich, der von Loggien, Veranden und Terrassen gebildet wird.
Im Erdgeschoß besteht die Möglichkeit eine kleine Wohneinheit für eine 24h Pflege anzumieten.
Weiters befindet sich im Erdgeschoß ein Salon, der mit der Rezeption (Concierge-Service) verbunden ist und als Kommunikationszone dient.
Neben der Tiefgarageneinfahrt befindet sich im Erdgeschoß der Müllbereich und ein Lager für Wäsche, etc. Dieser Bereich ist über die Zufahrt mit Fahrzeugen erreichbar.
Ein weiteres Lager für Gartengeräte ist am Ende des Laubenganges im EG situiert.

Das Untergeschoß beinhaltet 36 Stellplätze auf 2 Ebenen. Davon sind 2 Stellplätze für Menschen mit Behinderung ausgerichtet. Angrenzend an die Tiefgarage befindet sich der Technikraum, sowie die Einlagerungsräume für jede Wohneinheit. Das Stiegenhaus wird im Untergeschoß über Schleusen auf jeder Ebene erschlossen.