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Freilichtmuseum Glentleiten | Wettbeweb | 2013 | 82439 Großweil.

Der Neubau befindet sich im Südwesten des Grundstückes. Dadurch ergibt sich eine Vorplatzgestaltung im Norden zwischen Starkerer Stadel und dem neuen Kopfgebäude für das Freilichtmuseum. Die BesucherInnen kommen über die Straße „An der Glentleiten“ und können sich vor Besuch des Areals vielseitig im und um den Neubau bewegen.
Das zum Großteil zweigeschossige Gebäude ist im Erdgeschoss als kompakter Sockel zu lesen, der sich zum Vorplatz den BesucherInnen mittels großflächiger Verglasung öffnet und im hinteren Bereich die internen Räume beinhaltet.

Das Obergeschoss gliedert sich in 3 Baukörper, welche architektonisch auf die jeweilige Funktion angepasst sind:
- Der Turm-  als Ausstellungsfläche und Aussichtsplattform auf das Museumsareal und als Orientierungshilfe im Gelände
- Der hohe Gebäuderiegel im Osten- als Gastronomiebereich mit vorgelagertem Biergarten und Blickbeziehung zum Vorplatz und auf das Museumsareal im Osten
- Der flache Gebäuderiegel im Westen- mit den internen Nebenräumen als Puffer zur Strasse

Die Bauweise des Neubaus ist als Holzkonstruktion in vorgefertigten kreuzverleimten Brettsperrholzelementen (Decken und tragende Wände) angedacht. Die Dämmung wird aus dem regionalem und natürlich nachwachsendem Rohstoff Flachs verwendet. Die Fassaden bestehen aus vorbewitterten, silbergrauen Holzschalungen im Wechselspiel mit  reduzierten Kalkfassadenflächen.

Im Eingangsbereich im Erdgeschoss haben die BesucherInnen die Möglichkeit sich über das Museum zu informieren und eine Eintrittskarte zu kaufen. Im Turm des Neubaus können sie vor der Besichtigung des Freilichtmuseums den Medienraum besuchen, die aktuelle Ausstellung besichtigen oder sich von der Aussichtsplattform einen Überblick über das gesamte Areal verschaffen.

Im Obergeschoss können sich die BesucherInnen im Gastronomiebereich stärken und den Ausblick Richtung Kochelsee  geniessen.  Auf der gleichen Ebene wie die Gasträume befindet sich der Biergarten, den man sowohl bei einem Museumsbesuch als auch bei einem Tagesausflug nutzen kann.

Die internen Bereiche sind von den Besucherströmen getrennt. Die Lagerräume sowie Technikräume, Putzraum und Heizraum erreicht man über eine Nebenfahrbahn im Westen. Die Anlieferung der Gastronomie erfolgt über eine Zufahrt hinter dem Gebäude im OG.

Die langgestreckte Dachfläche südseitig des Turms ermöglicht durch ihre optimale Neigung eine großflächig angelegte Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung.

Der Turm als landmark  ist zugleich auch eine temporäre Präsentationsfläche. Die Deckenuntersicht kann verschiedenartig gestaltet oder als Projektionsfläche bespielt werden. Diese Fläche wirkt bereits aus der Entfernung anziehend auf die BesucherInnen.

Der Vorplatz zwischen Museum und Starkerer Stadel ist bewusst zwischen diesen Gebäuden eingebettet. Durch zentrale Grünflächen und Sitzgelegenheiten soll der Platz vor, zwischen und nach dem Besuch auf dem Museumsareal zum Verweilen anregen.

Grundriss EG

Grundriss OG

Schnitt

Ansicht